Organisationsentwicklung

Wenn wir über Agilität, seine Einführung oder tiefere Ausprägung sprechen, reden wir über Organisationsentwicklung. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Das umfasst zum einen eine systemtheoretisch begründete Form der Gestaltung von Unternehmen wie auch generell das Thema Lernen in einer Organisation sowie Wissensmanagement usw.
Agilität ist eine systemtheoretisch begründete Antwort auf die Frage nach der Umsetzung komplexer Unterfangen. Daher gelten die agilen Prinzipien auch bei der Einführung und der Weiterentwicklung von Agilität in Unternehmen. Organisationsentwicklung ist aber bedeutend mehr als ein Konzept zur Umsetzung. Es geht um die Fragen, was eine Organisation ausmacht, was stabile Elemente sind und wo Veränderungen hilfreich sein können.

Wir brauchen bei den Antworten nicht perfekt zu sein. Gut genug ist es nach Herbert A. Simon bereits, wenn durch die Mitglieder der Organisation passende Entscheidungen getroffen werden können. Eine vollständige Transparenz des Unternehmens ist dafür gar nicht notwendig. Nichtsdestotrotz geht es bei Organisationsentwicklung im Kern darum, blinde Flecken in der Beobachtung des eigenen Unternehmens sowie des Marktes und Tabus in der Kommunikation zu erkennen, zu bewerten und daraus Ansätze zur Verbesserung abzuleiten.

Dies ist ein regelmäßiger Anpassungsprozess. Es geht dabei nicht, wie bei so vielen externen Beratungskonzepten die Gegenwart und Vergangenheit abzuwerten und der Organisation ein überhöht positives Zukunftskonzept überzustülpen. Vielmehr geht es darum, einen von innen ausgelösten, kontinuierlichen Lern- und Verbesserungsprozess zu etablieren. Es gilt eine lernende Organisation zu entwickeln. Externe Experten werden dabei bei Bedarf hinzugezogen, um z.B. Prozesse zu unterstützen und Know-how aufzubauen.