Prioritäten setzen

Mit heterogenen Gruppen erfolgreich arbeiten

Es ist für mich immer wieder spannend zu erleben, wie in Workshops die Gruppen in die Festlegung der Prioritäten eingebunden werden bzw. werden sollen. Natürlich ist es wichtig, möglichst viele clevere Köpfe mit heterogenen Erfahrungen konstruktiv zusammenzubringen. Doch habe ich es schon oft gesehen, dass weder die Auftraggeber des Workshops noch die Gruppe selbst mit dem Ergebnis der Priorisierung zufrieden sind. Was ist passiert?

Gerade wenn in einer solchen Gruppe viele kreative Querdenker und starke Persönlichkeiten vorhanden sind, kann es dazu führen, dass sich kein gemeinsames Bild ergibt, sondern ein seltsames Sammelsurium und unbefriedigendes Stückwerk als Ergebnis herauskommt. Es fehlt dann oft eine gemeinsame Grundlage oder Ausrichtung. Und hier kommen wir in das Dilemma vieler Workshop-Moderatoren. Einerseits soll ja gerade kreativ und ungebremmst gedacht und diskutiert werden, andererseits braucht es einen Richtung weisenden Rahmen.

Ich setze diese Denkleitplanken gerne über eine Frage, die ich als Motto über die Aufgaben eines Workshops stelle. So erhalten wir uns genug Freiheit im Denken und haben dennoch eine konstruktive Richtung und Leitlinie z.B. für ein gemeinsames Finden der Prioritäten unserer möglichen Aufgaben und Ideen. Welche Frage steht wie ein Motto hinter Ihrer Gruppe, Abteilung oder Organisation? Vielleicht erhalten Sie auch darüber einen Zugang, eine motivierende Vision zu entwickeln. Doch auch ohne ein solches Ziel, hilft es uns oft, die Frage zu formulieren, die das Kernproblem oder die zentrale Aufgabe einer größeren Organisationseinheit beschreibt. Ein Beispiel für eine solche Frage könnte wie folgt lauten: Wie können wir Kostenfaktoren aus unseren Prozessen komplett entfernen, ohne dass die meisten unserer Kunden es als störend empfinden? So kommen wir zu interessanten Antworten.